Am gestrigen Tag war ich in der Sportklinik in Bad Nauheim und habe mich diversen Checks unterzogen, damit ich die Sicherheit habe, dass mit mir auch alles in Ordnung ist und ich überhaupt in der Lage bin, einen solchen Wettbewerb mitzumachen.
Als erstes war ich beim Kardiologen, der sich per Ultraschall mein Herz sowie wichtige Adern am Hals angeschaut hat; einmal im Ruhezustand und einmal unter einer mittleren Belastung. Fazit: mit meinem Herz ist alles in Ordnung, dem Wettbewerb steht also grundsätzlich nichts im Wege. Um allerdings eine fast hundertprozentige Sicherheit zu haben, sollte ich das Herz nochmal unter einer höheren Belastung untersuchen lassen.
Danach ging es auf das Laufband, um eine Leistungsdiagnostik machen zu lassen. Ich musste also drei Minuten mit gleicher Geschwindigkeit laufen, dann wurde mir am Ohr Blut abgenommen, um meine Laktatwerte zu bestimmen, dann ging’s wieder auf das Laufband mit einer leicht schnelleren Geschwindigkeit. Ebenfalls drei Minuten, dann wieder Blutabnahme, usw. Die Geschwindigkeit wurde so lange gesteigert, bis ich nicht mehr konnte.
Das Resultat der Leistungsdiagnostik war allerdings weniger erfreulich: mir fehlt es erheblich an Grundlagenausdauer! Das hätte ich natürlich nach meinem monatelangen Lauftraining etwas anders erwartet. Das Problem war aber, dass ich bisher immer zu schnell gelaufen bin und zu wenig im niedrigen Pulsbereich. Momentan gibt der Trainer, der die Diagnostik durchgeführt hat, auf einer Marathonstrecke 30 bis 35 km, dann würde ich wahrscheinlich aussteigen müssen. Mit anderen Worten: momentan bin ich noch nicht einmal im Stande, einen Marathon durchzustehen, ohne vorher geschwommen und Rad gefahren zu sein.
Ich habe basierend auf meinen Ergebnissen einen Trainingsplan erstellt bekommen, den ich jetzt in den nächsten sechs Wochen umsetzen werde. Danach werde ich wahrscheinlich noch einmal auf’s Laufband gehen und den Test erneut machen, um zu sehen, ob ich mich verbessert habe.
