Heute stand laut Trainingsplan erst einmal eine gut eineinhalbstündige Radeinheit auf dem Programm; schön abwechselnd durch alle Pulsbereiche von KB bis EB. Eigentlich wäre das ja kein Problem gewesen, würde die Wetterau nicht zu einem der drei hessischen Gebiete gehören, wo sich heute die Nebelfelder konstant über den ganzen Tag gehalten haben, genau wie am Morgen noch im Radio vorhergesagt.
Das hatte nämlich zur Folge, dass es schweinekalt draußen war und ich Depp musste ja natürlich unbedingt bei Temperaturen leicht unter dem Gefrierpunkt mit meinem Rennrad nach draußen gehen, statt das Training lieber nach innen auf den Ergometer zu verlagern, wo es zwar langweilig aber wenigstens schön warm gewesen wäre.
Die Quittung bekam ich dann nach gut 75min, da pfiff mir nämlich der eiskalte Wind so in alle Ecken, dass es kaum noch zum aushalten war, aber ich musste ja auch noch irgendwie heimkommen. Ist ja wirklich prima, dass meine Schuhe eine kleine Lüftung haben, doch bei dem Wetter wäre eine eingebaute Heizung besser gewesen, denn meine Zehen spürte ich schon lange nicht mehr. Auch meinem kleinen Freund pfiff der (Fahrt-)Wind so um die Ohren, dass ich meinte, jemand würde zigtausend Nadeln in ihn reinstechen. Das trieb mir sogar auf den letzten Kilometern die Tränen in die Augen… Auuuuuuutsch…
Danach musste ich erst einmal meine tauben Fußzehen wiederbeleben, denn ich sollte ja auch noch eine weitere Stunde raus in die Kälte, allerdings wenigstens nicht mehr Rad fahren, sondern Laufen. Das hat dann, nachdem ich mir wieder komplett trockene Klamotten angezogen habe, auch wunderbar geklappt. Kalt war es nur am Anfang, wo lockeres Traben angesagt war, später wurde es dann wärmer…
So hab ich nun seit Montag, also innerhalb von 4 Tagen, insgesamt 6,7km im Wasser, 112km auf dem Rad und exakt 21,1km laufend zurückgelegt. Also ein Stückchen mehr als für ein Ironman 70.3 nötig wäre. Bis zum Ende der Woche sollte es dann noch ein ganzer werden; beim Schwimmen bin ich ja da schon im Soll.
