Irgendwie werde ich merklich nervöser, denn der “Tag der Wahrheit” wie ihn mein Trainer nennt, rückt unaufhaltsam näher.
Überall wird man daran erinnert, im Radio laufen Trailer, entlang der Strecke hängen überall Plakate und große Werbebanner und in der Zeitung war heute schon ein Vorbericht mit Verkehrshinweisen, Streckenführung und wo die größten Stimmungsnester zu finden sind. Auch werde ich heute in genau 14 Tagen am Langener Waldsee stehen und mein Fahrrad samt Beutel abgeben.
Auch das noch…
Was allerdings auch nicht zur Beruhigung beiträgt, ist die Tatsache, dass ich mich noch immer recht schlapp fühle. Anscheinend habe ich mir doch irgendwas eingefangen, meine Trainingseinheit vom Donnerstag musste ich abbrechen, nach zwei EB-Intervallen hab ich gemerkt, dass da irgendwas nicht stimmt und deshalb bin ich im Schongang nachhause. Ich war danach trotzdem so platt, wie noch nicht einmal nach meinem Marathon im Training vor zwei Wochen. Außerdem war ich am nächsten Morgen nach 10 Stunden Schlaf immer noch total müde. Gestern habe ich das Training dann komplett ausfallen lassen und auch heute, glaube ich, dass ich mir mit einem 3h-Lauf eher schaden würde, als dass es mich noch ein großes Stück weiter bringen würde.
Ich werde deshalb nicht nach Plan laufen, sondern auf meinen Körper hören…

