Nun ist sie vorbei, die 49. und gleichzeitig härteste Trainingswoche meiner Vorbereitung für den Ironman und wie ihr sicherlich gerade beim Lesen merkt, habe ich sie auch überlebt, denn ich kann noch schreiben und -glaube ich- halbwegs denken.
Insgesamt hat Trainer Stephan von der Sportklinik mir stolze 24 1/2 Stunden Training verordnet und es sollte diese Woche auch nochmal (O-Ton) “richtig wehtun“. Schwerpunktmäßig war das Laufen dran, sogar zwei Lange sollte ich innerhalb von sieben Tagen machen (hab auch zweimal nachgefragt, ob das so seine Richtigkeit hat). Und was soll ich sagen, bis auf eine Stunde am gestrigen Samstag habe ich auch alles erledigt, wie es gefordert war. Die einstündige Laufeinheit gestern fiel einem Gewitter zum Opfer… da laufe ich ja nicht gerne. Später als das Gewitter weg war, hatte ich keine Zeit mehr…
Insgesamt steht jetzt folgendes Wochenpensum auf meiner Haben-Seite: 10,6km Schwimmen (so viel, wie noch nie innerhalb von einer Woche), 232,6km Rad fahren sowie 105,0km Laufen (ebenfalls so viel, wie noch nie).
Beim Laufen sollte ich zwei lange Läufe machen, einen dreistündigen am Dienstag (KB, GA1) und einen vierstündigen am heutigen Sonntag (GA1,GA2), wobei diese vier Stunden zusätzlich an zwei Stunden Rad fahren gekoppelt waren. Während am Dienstagmorgen noch knapp 30 Kilometer herauskamen, waren es heute nachmittag bei heißen Temperaturen in knallender Sonne sogar 42,5km, also ein paar hundert Meter mehr als eine ganze Marathon-Distanz, die ich mit 54km Anlauf per Rad (1:58h) genommen habe.
Gelaufen bin ich die Marathon-Strecke auf einem 2,5km langen und relativ flachen Rundkurs. Das ist zwar extremst langweilig, wenn man dort monoton 17 Runden lang herumrennt, aber so kann ich wenigstens mein Auto dort abstellen, wo ich dann im Kofferraum meine komplette Verpflegung drin habe: PowerGel, Sportsdrink, Wasser, Red Bull, Bananen, etc. also alles, was es auch so in Frankfurt an der Strecke gibt. So hab ich auf jeden Fall genug Flüssigkeit dabei, um die Strecke auch bei heißen Temperaturen zu überstehen und habe alle zweieinhalb Kilometer die Möglichkeit daran zu kommen. Hat allerdings den Nachteil, dass ich jedesmal kurz anhalten muss, das Auto aufschließen, Kofferaum aufmachen, Trinken, Gels nehmen, etc. und dann wieder Kofferaum zu und abschließen. In der Zeit habe ich auch die Uhr angehalten und so bin ich dann auf 3:59h für die 42,5km gekommen. Brutto war es natürlich ein paar Minuten über der 4-Stunden-Marke, aber was soll’s… zumindest bin ich jetzt einmal die Marathon-Distanz gelaufen.
Dass niemand dabei war, dass ich keine wirkliche Ziellinie und keine Anfeuerung durch Zuschauer hatte, war zwar sehr schade, aber die letzten hundert Meter habe ich mal so getan, als würden da ein paar Leute stehen und die habe ich dann abgeklatscht… Die Freude, es geschafft zu haben, war nämlich riesengroß…
Jetzt folgt eine Regenerationswoche…
