Gestern ist es doch passiert, ich hab keinen neuen Beitrag geschrieben. Mein Vorsatz, bis zum längsten Tag des Jahres alle 24 Stunden mindestens ein Posting zu verfassen hat nicht lange gehalten, heute gibt es dafür wieder etwas zu lesen.
Warum ich die restlichen verbleibenden Tage als “schlimm” bezeichne, das hat einen ganz einfachen Grund. Nicht, wie jemand jetzt vielleicht denken könnte, dass die Angst vor dem Sonntag in acht Tagen immer größer wird. Nein, ich glaube, wenn ich Angst hätte, dann wäre es sinnvoller, gar nicht an den Start zu gehen, allerdings habe ich natürlich schon einen gehörigen Respekt vor dem Wettkampf, aber Angst wäre wohl fehl am Platz. Ich denke, ich habe ausreichend und zielgerichtet trainiert und alles getan, was in meiner Macht stand, den Rest entscheidet die Tagesform, das Wetter, das Material, … und mein Kopf.
Die letzten Tage sind deshalb schlimm, weil man sich nicht mehr im normalen Trainingsrhythmus befindet, sondern die ganzen sportlichen Aktivitäten heruntergefahren werden; “Tapern”, wie es wohl im Fachjargon heißt. Das bedeutet, ich mache momentan nur noch lockere Einheiten um in Bewegung zu bleiben. Genau das ist – wie ich finde – ein Problem, denn bei diesen langsamen und nicht sonderlich anstregenden Einheiten hat man viel zu viel Zeit, um über alle möglichen Dinge nachzudenken. Doch nicht nur das, man hört auch in seinen Körper rein. Das schlimme daran ist, dass ich jedes kleine Zwicken, welchem ich vor wenigen Wochen maximal eine Sekunde lang Aufmerksamkeit geschenkt oder gar nicht gemerkt hätte, gleich als Anzeichen für eine schlimme Verletzung sehe, jeden Nieser weil die Sonne halt nunmal recht hell scheint, gleich als Anzeichen für eine Erkältung deute, usw. Das geht mir inzwischen bei jeder einzelnen Trainingseinheit so, egal ob Schwimmen, Rad fahren oder Laufen…
Schon irgendwie komisch…
Da hier ja ein paar mitlesen, die auch in Frankfurt starten, würde mich mal interessieren: Wie sieht’s bei euch aus?
