Eigentlich wollte ich nur schreiben, was ich in der letzten Woche so alles gemacht habe, denn es war die bisher umfangreichste Trainingswoche seit dem Start der Vorbereitung. Aber da ich seit Juli letzten Jahres jede Trainingseinheit aufschreibe und genau dokumentiere, dachte ich mir, ich lass mal ein paar Zahlen aus meiner Excel-Datei auf euch los.
In dieser Sekunde, in der ich diese Zeile hier schreibe, sind es immer noch genau 33 Tage, 20 Stunden und 36 Minuten, bis der Startschuss für den Ironman Germany am Langener Waldsee fällt. An der Aussage “immer noch” kann man auch erkennen, dass die Zeit für mein Empfinden, momentan sehr langsam vorüber geht. Als der Countdown unter die 100 Tage fiel, dachte ich noch, ‘ui, das geht ja viel zu schnell’ mittlerweile freu ich mich auf den 6.Juli und kann es kaum noch abwarten.
Bis zum heutigen Tage habe ich laut meiner Excel-Datei über 421 Stunden trainiert. Bei genau 48 Wochen, die seit der Anmeldung zum Ironman vergangen sind, entspricht das einem Durchschnitt von 8 Stunden und 46 Minuten pro Woche. Wobei man sagen muss, dass die Monate Juli, August und September den Wert deutlich nach unten ziehen, da ich damals noch nicht so viel trainiert habe. Würde man den Schnitt ab Oktober rechnen, käme man auf über 10 Stunden pro Woche.
Interessant sind sicherlich auch die absoluten Kilometerzahlen, die ich seit Juli 2007 zurückgelegt habe. Hier wären zuallerst einmal 1.678km zu nennen, die ich in 176 Stunden gelaufen bin; nicht sonderlich schnell, was aber daran lag, dass ich anfangs sehr viel langsame Einheiten machen musste. Sind damit -glaube ich- einige Kilometer mehr, als mein Opa in der gleichen Zeit mit dem Auto gefahren ist.
Apropos gefahren… Bin ich natürlich auch; mit meinem Rennrad (und im Winter auf dem Ergometer im Wohnzimmer). Insgesamt 4.158km in 156 Stunden; alleine auf den letzten Monat entfallen 1.134km. Davor war das Wetter hier in Deutschland nicht gerade ideal für das Rad fahren und im Trainingslager war ich nicht. Somit konnte ich vorher nur wenig Kilometer kurbeln.
In der dritten -und am Anfang der gefürchtesten Disziplin- dem Schwimmen kamen immerhin auch 114km zusammen, die ich in 43 Stunden zurückgelegt habe. Wobei man hier sagen muss, dass ich anfangs ja erst einmal üben musste, dass ich überhaupt vorwärts komme und nicht schon nach 5 Metern absaufe. Der Großteil meiner Schwimmkilometer, nämlich ziemlich genau 92km, kamen erst seit Februar diesen Jahres zusammen; auf den Zeitraum Juli ’07 bis einschließlich Januar ’08 entfallen somit nur 22km.
Ach so, wer die Stunden der drei Disziplinen addiert, kommt nicht auf die von mir genannten 421 Stunden, die Differenz sind dann solche Sachen, wie Krafttraining, Aquajogging (während meiner Fuß-Verletzung), etc.
Wenn ich diese absoluten Zahlen nun alle nochmal auf die Woche umlege, dann kommen folgende Wochendurchschnitte zusammen: 2,4km Schwimmen, 86,6km Rad fahren und 35,0km Laufen.
Und da ich nun schon beim Wochenschnitt bin und mir langsam die Zahlen ausgehen, hier die Zahlen der letzten Woche, die eigentlich Anlass zu meinem Post waren: 8,1km Schwimmen, 355,5km Rad fahren und 33,6km Laufen. Eigentlich sollte es noch ein bisschen mehr werden, da ich aber am Samstag morgen noch mit den Nachwehen des Unwetters vom Freitag zu kämpfen hatte und ich mit dem Fahrrad auf einem überschwemmten, schlammigen Straßenabschnitt, den ich zu spät erkannt habe, den Abgang gemacht und mich ordentlich hingelegt habe, musste ich den Trainingstag abbrechen und stattdessen meine ganzen Wehwehchen versorgen. Gestern ging es dafür wieder: 140km Rad (zwei verkürzte Runden auf der Ironman-Radstrecke) und 11km Laufen.
Ach soo…. ordentlich Kohle habe ich ja auch noch ausgegeben… knapp 4.500 EUR dürften es mittlerweile sein (und ein paar Arztrechnungen stehen noch aus)… weitaus mehr als ich vorher angenommen hatte. Und nein (da die Frage schon öfter kam), auch wenn ich von Pro7 begleitet werde, dafür bekomme ich nichts. Ich habe alles aus eigener Tasche bezahlt und auch nichts gesponsort bekommen. Lediglich eine Unterstützung erhalte ich, nämlich von Manuel Groß (Sauna Body Relax), der mich in seinem Krankengymnastik-Raum an den Geräten mein Krafttraining machen lässt und dem ich dafür auch sehr dankbar bin.
