Ich bin ehrlich: ich hatte eigentlich nach dem Pro7-Beitrag mit heißen Diskussionen in den einschlägigen Triathlon-Foren gerechnet, denn gerade unter denen, die den Sport schon über Jahre hinweg betreiben, sind solche Geschichten “vom Pummelchen zum Ironman” nicht gerade gern gesehen, weil sie meistens suggerieren, dass jeder Übergewichtige mal kurz innerhalb von wenigen Monaten einen Ironman machen kann.
Die Message des Galileo-Beitrags könnte also bei vielen Zuschauern wie folgt angekommen sein (was ich natürlich nicht hoffen will):
Du bist stark übergewichtig? Na und, scheißegal! Auch du kannst locker einen Ironman machen und das auch noch in unter 12 Stunden. Was du brauchst sind einfach nur ein paar tausend Euro und ein paar hundert Stunden Zeit.
Ganz so einfach ist das aber natürlich nicht, denn nicht jeder hat die professionelle Unterstützung, die Möglichkeit einer völlig freien Zeiteinteilung für das Training und kommt so problemlos bzw. verletzungsfrei durch die Vorbereitungszeit wie das alles bei mir der Fall war.
Doch zu meiner Verwunderung blieben die heißen Diskussionen aus.
- Während es die Storys um den 18-jährigen Marko Topic und die vier SternTV-Athleten bei 3athlon auf insgesamt 33 Seiten brachten, wurde meinem Beitrag nur ein einzelnes Posting gewidmet und zwar in den TV-Terminen. Eine Diskussion im Anschluss gab es nicht.
- Bei Triathlon-Szene.de wurde schon kurz nach dem Teaser am Vortag diskutiert, nach der Ausstrahlung gab es aber nur noch ein einzigen weiteren Kommentar und der war sogar positiv und lustig zugleich.
- Auf einem österreichischen Radfahr-Forum wurde positiv hervorgehoben, dass auf meiner Seite ein paar Informationen zu finden sind, wie teuer der Triathlon-Sport überhaupt sei und was eine Fast-Minimal-Ausrüstung denn so koste. Allerdings wurde auch in Frage gestellt, ob eine solche von Null auf 226 in einem Jahr Aktion für den Körper überhaupt so gut sei.
- Bei Tratschen.at wurde (übrigens richtig) gemutmaßt, dass ich wohl selbständig sei und mir die Zeit frei einteilen könne, weil so etwas sonst gar nicht zu bewältigen wäre. Im folgenden wurde dann darüber diskutiert, wie schnell ich jetzt meine 25kg wieder drauf haben werde.
In der Blogosphäre hat sich ebenfalls so gut wie gar nichts getan:
- Heiko, Christian und Chun haben netterweise auf den TV-Beitrag hingewiesen,
- Ironschrödi und Markus haben mir schon kurz nach dem Finish gratuliert und
- bei Martin vom SternTV-Team haben meine elfeinhalb Stunden wohl zu etwas Nachdenklichkeit geführt.
Weitere Reaktionen konnte ich im WWW nicht ausmachen. Entweder das Thema ist in den Triathlon-Kreisen etwas abgelutscht oder -wovon ich eher mal ausgehe- der Beitrag von Galileo hat gezeigt, dass eben doch einiges an hartem Training und Willen dahinter steckt, sportmedizische Betreuung wichtig ist und dass es eben doch nicht ganz so einfach ist, sich vom Pummelchen zum Ironman zu mausern.
Die meisten Reaktionen kamen übrigens ganz klassisch per E-Mail herein oder als Nachricht über die Social-Netzwerke XING, StudiVZ und WKW.
Alle übrigens durchweg positiv. Es dauert aber noch eine Weile bis ich da jedem antworten kann… Momentan stehen andere Vorbereitungen auf dem Plan…
