Das war er also, mein allererster Marathon, ohne vorher ein wenig herumgeradelt zu sein… und er tat richtig weh.
Angetreten bin ich mit einem Ziel von unter 3:40h. Von meinen Zeiten her hätte das eigentlich machbar sein sollen, gut, von der mäßigen Vorbereitung eher nicht, trotzdem wollte ich es unbedingt versuchen.
Die ersten Kilometer liefen auch richtig gut, auch wenn es teilweise sehr eng war, ich fand recht schnell meinen Rhythmus und spulte Kilometer für Kilometer ab. Allerdings zwickte es schon ab KM12 in meinen Oberschenkeln. Ich dachte mir noch, ‘das kann doch nicht sein, dass ich jetzt schon einen Krampf bekomme’, und versuchte, mit Salzwasser, was ich mir extra mitgenommen hatte, dem ganzen entgegen zu wirken, was auch klappte, zumindest verspürte ich kein Zwicken mehr.
Bis Kilometer 32 funktionierte das optimal, ich lief ziemlich konstant einen Schnitt von 5:10min/km und war drauf und dran, mein Ziel zu erreichen, doch dann ging es rapide bergab. Von jetzt auf gleich ging gar nichts mehr, der Puls rauf, die Geschwindigkeit runter. Eine Pinkelpause und kurze Gehpausen an den letzten beiden Verpflegungsstellen taten ihr übriges und zu allem Überfluss kamen dann doch noch zwei Krämpfe hinzu, einer bei KM41 und einer direkt vor dem Eingang in die Festhalle, so dass ich auf den letzten 10km über 10 Minuten hab liegen lassen.
Und so war ich am Ende froh, mit 3:47:41h wenigstens noch unter der 3:50h-Marke geblieben zu sein.
